"Wer ausbrennt,
war vorher Feuer und Flamme"

Was versteht man unter "Burn-out"?

Beim Chronischen-Erschöpfungs-Syndrom, dem Burn-Out-Syndrom, überwiegt ein körperliches und seelisches Erschöpfungsgefühl. Es lässt sich einer klaren Ursache im Sinne einer beruflichen und / oder aufgabenmäßigen, lang anhaltenden Belastung oder Überlastung zuordnen. Die geistigen und körperlichen Kräfte regenerieren sich in der Freizeit oder dem Urlaub nicht mehr.

Neben einem tiefen Gefühl der Erschöpfung können Betroffene unter Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck, Schwindel oder Muskel- und Rückenschmerzen, aber auch unter erheblichen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen leiden.
Meist kann ein Arzt keine körperlichen Ursachen dafür finden.

Betroffen sind neben den klassischen "helfenden Berufen" häufig Lehrer und Führungskräfte.
Aber auch im privaten Bereich treten zunehmend Burn-Out-Belastungen auf, so etwa bei pflegenden Angehörigen, besonders auch bei jungen Müttern.

Burn-Out erleiden bevorzugt Personen, die zum Perfektionismus neigen und sich übermäßig engagieren. Oft können sie nach Arbeitsschluss nicht richtig abschalten.

Bei der Entstehung eines Burn-Out spielen neben inneren häufig auch äußere Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Krisensituationen wie Trennung oder Scheidung

  • fortdauernde beleidigende oder aggressive Kontakte

  • Das Erleben von fehlender Wertschätzung durch Kollegen, Vorgesetzte oder andere Kontaktpersonen

  • Schicksalsschläge wie Tod oder schwere Erkrankung eines Angehörigen oder guten Bekannten.

  • Midlife-Crisis

  • Mobbing

  • Entlassung oder berufliche Degradierung, aber auch Beförderung auf eine Position,
    deren Anforderungen man sich nicht gewachsen fühlt.

  • Frustration durch eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten.

Besteht durch die aktuelle, berufliche Situation eine latente Burn-Out-Gefährdung, reicht manchmal nur ein belastendes Erlebnis - etwa das Beobachten eines Autounfalls - aus, um zum Zusammenbruch "aus heiterem Himmel" zu führen.